Interessen im Lebenslauf: Die besten Hobbys für die Bewerbung

Interessen im Lebenslauf runden das Profil eines Bewerbers ab. Sie können Ihrer Bewerbung den Feinschliff geben – oder aber der letzte Sargnagel sein. Wichtig ist, dass Sie Interessen und Hobbys in den Lebenslauf mit aufnehmen, die zur Stelle passen. Und solche, die Aktivität und Engagement anklingen lassen, aber nicht gefährlich sind. Schwindeln sollten Sie dabei aber nicht. Sie merken schon: Das ist komplizierter als gedacht. Aber es ist machbar…

Interessen-im-Lebenslauf-Hobbys-Beispiele

Interessen im Lebenslauf: Relevanz

Interessen wecken Interesse. Das ist so. Denn auch Personaler sind Menschen. Und Menschen interessieren sich vor allem für… Menschen.

Nicht umsonst wird gerne betont, man wolle herausfinden, welcher Mensch hinter der Bewerbung stecke. Die Persönlichkeit entscheidet darüber mit, ob man den Job bekommt oder nicht. Wer (mutmaßlich) nicht ins Team passt, wird aussortiert. Wer auf fachlicher UND persönlicher Ebene überzeugt, erhält den Zuschlag. Interessen im Lebenslauf können das persönliche Profil eines Bewerbers abrunden, am Ende über Ja oder Nein entscheiden.

Faustregel für Bewerber: Je ausgefallener das Hobby, das Sie in Ihren Lebenslauf schreiben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen der Personaler Rückfragen im Vorstellungsgespräch dazu stellt. Bereiten Sie sich unbedingt darauf vor. Hier sind Beispiele:

  • Cosplay
  • Zauberwürfel
  • Bier brauen
  • Slacklining
  • Bauchtanz
  • Beatboxing
  • Ü-Eier-Figuren

Besonders gut kommt soziales Engagement bei vielen Arbeitgebern an. Wer sich für andere einsetzt, bezeugt Einsatz, Interesse, Empathie. Eigenschaften, die jedes Unternehmen gut gebrauchen kann.

Allerdings wirkt sich nicht jedes Interesse und Hobby im Lebenslauf positiv aus. Es gibt auch welche, die Sie lieber dezent verschweigen…

Hobbys im Lebenslauf: Liste

Interessen lassen sich in Gruppen einteilen. Hier sind 6:

  1. Elitäre Hobbys

    Elitäre Hobbys signalisieren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Manche würden sagen: zur Oberschicht. Hobbys als Statussymbole. Polo, Golf oder Segeln gehören ganz sicher dazu. Und Fliegen (Segelfliegen). In England ist Gartenbau ein Klassiker. Tatsächlich ist es in vielen Manager-Etagen vonnöten, die entsprechenden Codes und Umgangsformen (inklusive Hobbys) zu kennen und zu pflegen, um dazuzugehören.

    Statushobbys können in ihrer Bedeutung aber auch absteigen. Tennis und Skifahren sind Beispiele. Beide Sportarten sind längst massentauglich. Oder die Jagd, der früher viele Manager gefrönt haben, die heute aber weitgehend verpönt ist. Auf der anderen Seite ließe sich Klavier spielen, früher gar nicht so außergewöhnlich, anno 2020 mit Fug und Recht als elitäres Hobby bezeichnen.

  2. Digitale Hobbys

    Digitale Hobbys kommen in Zeiten der Digitalisierung in nahezu jedem Personalbüro gut an. Durch die Corona-Krise wurden und werden digitale Skills sogar noch aufgewertet. Die Liste an Digitalhobbys ist lang: Videobearbeitung, Fotografie, Programmieren, Bloggen, Hardware

    Achtung: Ob die Nennung von Social Media als Hobby im Lebenslauf sinnvoll ist, kommt auf Arbeitgeber, auf Beruf und Branche an. Nicht, dass der Arbeitgeber noch auf die Idee kommt, Sie würden den ganzen (Arbeits-)Tag über Ihren Facebook-Feed wachen…

  3. Allerweltshobbys

    Kochen, Lesen, Reisen. Die drei Klassiker. Daran ist nichts verkehrt, im Gegenteil. Von der Masse abheben kann man sich mit ihrer Hilfe indes nicht.

    Tipp: Formulieren Sie Ihr Allerweltshobby im Lebenslauf so konkret wie möglich. Das macht es gleich viel interessanter. Statt Lesen lieber Schwedische Kriminalromane oder Russische Literatur texten. Statt Reisen lieber Städtereisen schreiben oder das Land, in das es Sie bevorzugt zieht. Laos, Namibia oder Peru.

    Aber Vorsicht: Wer es mit dem Fernweh übertreibt, deutet zwar Neugier und Offenheit an, aber eben auch, ständig auf gepackten Koffern zu sitzen und das nächste Sabbatical gar nicht abwarten zu können. Vielleicht, weil derjenige für Weltreisen brennt, aber nicht für die Arbeit? Wäre legitim, will man als Arbeitgeber aber nicht hören.

  4. Sportliche Hobbys

    Bewegung ist gesund und hält fit. Daumen hoch! Ob es sich um Joggen, Schwimmen oder Radfahren handelt. Oder auch um exotischere Sportarten wie Trampolin. Oder Bouldern.

    Mannschaftssport steht für Teamfähigkeit, Einzelsport für Wettbewerbsfähigkeit. Sportarten sind als Hobbys im Lebenslauf insbesondere auch älteren Bewerbern zu empfehlen. Damit belegen Sie Fitness und Belastbarkeit.

    Aber auch hier nicht übertreiben: Aus Sport kann bisweilen eine allzu kraftraubende Angelegenheit werden. Wer Marathon oder gar Ironman angibt, zeigt sich als extrem zielstrebig und leistungsstark, sagt damit aber zugleich, dass er unheimlich viel Training und damit Zeit und Energie neben der Arbeit benötigt.

  5. Politische Hobbys

    In Zeiten zunehmender Polarisierung sind Unternehmen vermehrt an der politischen Einstellung eines Bewerbers interessiert. Das belegen Umfragen. Darum ist es nicht immer ratsam (manchmal aber sehr wohl), das Engagement für eine politische Partei in einer Bewerbung offensiv nach vorne zu stellen.

    Und dann gibt es Themen, die gesellschaftspolitisch aufgeladen sind. Jagen zum Beispiel sieht sicher nicht jeder Arbeitgeber gerne im Lebenslauf eines Bewerbers. Großwildjagd, Stierkampf oder Stierlauf in Pamplona schon gar nicht. Andere Unternehmen wiederum ziehen die Augenbrauen hoch, wenn sie Vegan kochen im Lebenslauf lesen – oder Gender Studies.

  6. Unmögliche Hobbys

    Es gibt nur wenige Hobbys, die man im Lebenslauf grundsätzlich NIE angeben sollte. Swingern wäre so eines (außer natürlich, man bewirbt sich im Swingerclub). Nacktbaden. Freikörperkultur. Um die moralische Bewertung geht es dabei gar nicht. Diese Interessen gehören in Ihre Intimsphäre und gehen niemanden etwas an. Der Arbeitgeber würde sich höchstens provoziert oder veralbert fühlen. Was bezweckt ein Bewerber damit, ein derart privates Hobby in den Lebenslauf zu schreiben?

    Auch Shopping ist prinzipiell kein gutes Hobby für die Bewerbung. Es handelt sich vielmehr um eine sehr oberflächliche Angelegenheit, die den Arbeitgeber außerdem an die nächste Gehaltserhöhung erinnert, die der Shoppingsüchtige ja bestimmt alsbald brauchen und verlangen wird.

    Ein absolutes No-Go-Hobby: Spielhalle. Erklärung überflüssig. Und von Alkohol ist ebenfalls abzuraten. Whiskey, Wein, Cognac. Sie mögen ein echter Kenner und vornehm nippender Gourmet sein, aber alkoholische Spirituosen wecken negative Assoziationen.

Ehrenamtliches Engagement im Lebenslauf

Letztlich geht es hier um den ersten Schritt – Sie wollen die schriftliche Bewerbung überstehen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Was Sie dann im Jobinterview über Ihre Interessen erzählen, können Sie sich immer noch überlegen.

Grundsätzlich gut an kommen Interessen, die belegen, dass Sie auch in Ihrer Freizeit Verantwortung übernehmen. Beispiele:

  • Jugendtrainer in einem Sportverein
  • Ehrenamt in einer sozialen Einrichtung
  • Engagement in einer berufsständischen Vereinigung
  • Mitarbeit an studentischen Projekten

Diese Interessen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Ihren Drang, Spaß haben zu wollen, befriedigen. Sie erfordern Leidenschaft. Personalentscheider wissen das zu schätzen.

Und sie lassen Rückschlüsse auf Ihren Charakter zu. Es muss sich wohl um jemanden handeln, der sich voll reinhängt, der keine halben Sachen macht und vielleicht sogar ein Anführer ist – um einen Leistungsträger also. Wenn Sie dieses Bild von sich vermitteln – Glückwunsch!

Andererseits gibt es auch Fallstricke. Denn wenn Sie Ihren Lebenslauf mit lauter positiven Interessen aufhübschen, weckt das Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit. Wie kann der das alles schaffen? Mehr als 24 Stunden stehen uns allen pro Tag nicht zur Verfügung. Also macht der vielleicht doch nur halbe Sachen!?

Darüber hinaus müssen Sie Ihre Interesse ja hinterher auch in Einklang mit dem neuen Job bringen. Niemand will, dass Sie vor lauter Ehrenämtern so ausgelaugt sind, dass Sie nur mit halber Kraft am Arbeitsplatz erscheinen. Diesen Widerspruch gilt es aufzulösen – evtl. dadurch, dass Sie nur ein oder maximal zwei „verantwortungsvolle“ Interessen auflisten. Zu viel mehr reicht es in Ihrer Freizeit ja wahrscheinlich ohnehin nicht.

Und machen Sie auch nicht den Fehler, in einem einzigen Anfall von Begeisterung von Ihrem Engagement im Sportverein zu schwärmen. Das könnte so herüberkommen, als gelte Ihre Liebe nur dem Verein; der Arbeitgeber wird immer dahinter an zweiter Stelle kommen. Selbst wenn das der Wahrheit entspricht, dann sollten Sie es im Bewerbungsgespräch nicht so vermitteln.

Gefährliche Interessen im Lebenslauf

Zu den heiklen Interessen im Lebenslauf zählen insbesondere Extremsportarten. Klar, auch diese zeugen von Sportlichkeit, Neugier, Naturverbundenheit oder Risikobereitschaft – alles durchaus wünschenswerte Eigenschaften.

Aber sie stehen eben auch für Gefahr, für erhöhte Verletzungsgefahr und mitunter sogar Lebensgefahr. Arbeitgeber sind nicht unbedingt begeistert, wenn der Beschäftigte monatelang ausfällt, nur weil er mal wieder einen Adrenalinschub brauchte.

Auch könnte die Frage auf einen Bewerber zukommen, ob er nicht glaube, dass ihm in diesem Job nicht schnell langweilig würde. Und manche Berufe begünstigen nun mal Menschen, die weniger risikofreudig sind. Einen Draufgänger kann im OP-Saal oder am Cockpit niemand gebrauchen. Zu den Extremsportarten zählen beispielsweise:

  • Base-Jumping
  • Fallschirmspringen
  • Sky Surfing
  • Höhlentauchen
  • Bergsteigen
  • Free-Climbing
  • Drachenfliegen
  • Motorsport

Ehrlicherweise zählen auch Allerweltssportarten wie Skifahren, Reiten und Mountainbiking zu den Risikosportarten. Erhöhte Verletzungsgefahr besteht sogar bei Sportarten wie Turnen, Kampfsport oder Fußball.

In diesem Fall sollten Sie von Fall zu Fall abwägen, ob Ihnen die Angabe des Hobbys im Lebenslauf eher schadet oder nutzt. Fußball, Basketball oder Handball etwa drücken Teamfähigkeit aus; eine Eigenschaft, die wahrscheinlich die Nachteile in Form einer erhöhten Verletzungsgefahr mehr als aufwiegt.

Wenn Sie aber wissen, dass Ihr Arbeitgeber in spe gerade massive Personalprobleme hat und momentan keine weiteren Ausfälle verkraften kann, dann lassen Sie die Risikosportart im Lebenslauf besser weg.

Passive Interessen im Lebenslauf

Neben Extrem- und Risikosportarten sind rein passive Interessen oft keine gute Wahl. Klar, jeder schaut gerne eine spannende Serie auf Netflix oder einen guten Film im Kino. Als alleinige Hobbys im Lebenslauf präsentieren Sie sich damit aber arg dünn auf der Brust.

Was geht: Aktive Hobbys mit einem passiven Hobby kombinieren. Wenn Sie Feldhockey spielen und gerne malen, dann können Sie als Nummer drei guten Gewissens Kino mit aufnehmen.

Eine Ausnahme gibt es übrigens: Musik. Musik hören ist eine durch und durch passive Angelegenheit, aber niemand wird sie Ihnen negativ auslegen. Noch besser wäre natürlich, Sie würden selbst Musik machen…

Diese Interessen sind passiv und gehören nur bedingt in den Lebenslauf:

  • Kino
  • Fernsehen
  • Netflix

Dann gibt es da noch Schlafen (bzw. Faulenzen oder Chillen) – eine ebenfalls sehr passive Tätigkeit. Abraten würden wir davon aber nicht, Schlafen als Hobby im Lebenslauf anzugeben. Denn erstens wirkt es sympathisch und zeugt von einer Prise Humor. Und zweitens signalisieren Sie damit sogar, dass Sie ein ausgeschlafener Typ sind. Wer gut schläft, ist fitter, gesünder und leistungsfähiger – davon profitiert auch Ihr Arbeitgeber! Also: Wenn Sie wollen, nehmen Sie Schlafen gerne zu den Interessen im Lebenslauf mit auf.

Und dann wären da noch die berüchtigten Computerspiele. E-Sport entwickelt sich immer mehr zum Wirtschaftsfaktor. Man kann damit viel Geld verdienen, ist in Clans oder Gilden organisiert und damit kein reiner Einzelkämpfer, sondern Teamplayer. Und passiv ist das Hobby ja gar nicht, sondern im Gegenteil – überaus aktiv. Man trainiert damit Reaktionsfähigkeit, analytisches und strategisches Denken.

Und dennoch: Videospielen haftet noch immer ein zweifelhafter Ruf an. Ob das berechtigt oder nicht, sei dahingestellt – viele Arbeitgeber ziehen jedenfalls die Augenbrauen hoch. Als offizielle Sportart wird E-Sports auf absehbare Zeit ebenfalls nicht anerkannt. Darum empfehlen wir: Lassen Sie Computer spielen im Zweifel lieber weg. Es sei denn, Sie bewerben sich direkt in der Games-Industrie…

Anzahl der Interessen im Lebenslauf

Vorweg: Sie müssen gar keine Interessen im Lebenslauf angeben. Das ist kein Muss, sondern ein Kann. Aber wenn Sie es tun, dann fügen Sie die Interessen am Ende des Lebenslaufs ein und schneiden Sie sie nur im Ausnahmefall im Anschreiben an – nämlich dann, wenn Ihre Hobbys sehr relevant für die angestrebte Stelle sind.

Im Lebenslauf können sie das Bild, das der Entscheider über Sie gewinnt, durch passende Interessen vervollständigen. Sie geben Hinweise darauf, ob Sie als Person ins Team passen oder eher nicht.

Als Absolvent oder Berufseinsteiger sollten Sie nicht darauf verzichten. Denn Ihr Lebenslauf ist noch sehr dünn. Sie haben noch nicht viele Stationen und Erfahrungen vorzuweisen. Umso wichtiger werden alle weiteren Informationen – dazu zählen auch Interessen und Hobbys.

Machen Sie aber nicht den Fehler, Ihren Lebenslauf mit Interessen vollzukleistern. Vier oder fünf Hobbys sollten es sein – nicht mehr und nach Möglichkeit auch nicht weniger. Zu viele Interessen würden beliebig wirken – und nicht so, als ob Sie für eine Sache wirklich Feuer und Flamme wären. Genau das aber wollen Arbeitgeber: Mitarbeiter, die für ihre Sache brennen. Zudem würden Sie damit unter Beweis stellen, nicht selektieren und Wichtiges von Unwichtigem trennen zu können.

Und noch etwas: Erfinden Sie nicht einfach Interessen, um Ihren Lebenslauf zu pimpen. Das haben Sie erstens gar nicht nötig. Und zweitens kann es Ihnen unangenehm auf die Füße fallen. Wenn der Interviewer Sie etwa nach Ihrem Handicap fragt, weil Sie Golf angegeben haben, und Sie erwidern, Sie seien gar nicht behindert. Alles schon vorgekommen!

Wenn Sie der Meinung sind, Ihre Interessen seien zu gewöhnlich oder zu wenig oder zu passiv oder zu gefährlich oder zu…, dann lassen Sie die ganze Rubrik einfach weg.

Interessen im Lebenslauf: 5 Beispiele

Grundsätzlich sollte der Lebenslauf eines Bewerbers kurz und prägnant sein. Niemand will lange Essays und Auflistungen studieren. Das gilt auch für die Interessen im Lebenslauf. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Hobbys – und auf jene, die in Zusammenhang mit der angestrebten Stelle stehen.

Oft gibt es da wirklich Überschneidungspunkte. Hier sind 5 Beispiele:

  1. Fitness

    Wer in der Sport- und Fitnessbranche Fuß fassen will (sei es als Fitnesstrainer, Manager, Verkäufer etc.), der würde durchaus Argwohn wecken, wenn er Lesen, Musizieren und Malen als Hobbys definiert, aber keine einzige Sportart.

  2. Automobilindustrie

    Wer in der Automobilindustrie durchstarten will, benötigt harte Skills. Aber ein Hobby im Lebenslauf, das die Auto-Affinität unterstreicht, kann auch nicht schaden. Immerhin baut die Automobilindustrie tendenziell Stellen ab, die Konkurrenz um die Fleischtöpfe wird also größer. Hier unsere Vorschläge für Interessen im Lebenslauf eines Automobilingenieurs oder -facharbeiters: Design, Modellbau, Airbrush, Drohnen, Oldtimer, Automobilgeschichte, Rennsport, Go-Karts.

    Tipp: Versuchen Sie, Ihre Interessen so konkret wie möglich zu beschreiben. Also nicht einfach Technik schreiben (obwohl auch das ok und keinesfalls ein Lapsus wäre), sondern lieber Aerodynamik oder Mechanik oder Technik autonomer Systeme. Natürlich nur, wenn es (halbwegs) der Wahrheit entspricht. Und Tuning ist speziell für einen Mechatroniker kein Nachteil…

  3. Finanzen

    In der Finanzbranche sind Interessen vorteilhaft, mit denen man Genauigkeit, Akkuratesse, Disziplin, analytisches Denken und ein Faible für Zahlen assoziiert. In diese Kategorie fallen etwa Programmieren, Modellbau oder – wer ganz dick auftragen möchte – Aktien.

    Weitere Optionen: Schach, Dokus, Denksport (Sudoku), Sachbücher (Wirtschaft, Finanzen), Marathon. Ein Geheimtipp: Fantasy-Sport. Damit sind Tippgemeinschaften wie Comunio, das Kicker-Managerspiel oder US-Fantasy-Sportligen gemeint. Man benötigt dafür analytische Skills und zeigt außerdem, dass man Spaß an Sport und am gemeinsamen Wettkampf hat (ohne ein spielsüchtiger Zocker zu sein).

    Weniger gut kommen Hobbys an, die konträr zum Anforderungsprofil eines Finanzfachmanns stehen. Oder würden Sie einen Controller einstellen, der Shopping als Hobby angibt? Oder Pokern? Eben.

  4. Erzieher

    Welche Interessen im Lebenslauf stehen einem Erzieher bzw. einer Erzieherin gut zu Gesicht? Grundsätzlich alle Hobbys, die von Kreativität oder sozialer Kompetenz zeugen oder einen Mehrwert bieten (für den Arbeitgeber oder die Kinder). Und davon gibt es extrem viele. Beispiele gefällig? Basteln, Fotografie, Fremdsprachen, Tanzen, Wandern, Ballsportarten, Brettspiele und Gesellschaftsspiele, Musik, Singen, Instrumente spielen, Drachen steigen lassen, Lesen, Stricken, Häkeln, Nähen, Weben, Töpfern, Theater spielen, Blumen stecken. Und das sind noch lange nicht alle…

    Wer eine Ausbildung zur Erzieherin anstrebt, punktet zudem mit Nebentätigkeiten wie Babysitting oder Mannschaftssport.

  5. Fashion

    Bewerberinnen in der Modebranche steht die Lust aufs Präsentieren gut zu Gesicht. Ein eigenes Modeblog oder ein Instagram-Kanal, der sich dem Thema Mode widmet, zeugen von einem ausgeprägten Interesse an Fashion-Themen.

Es handelt sich wohlgemerkt nur um Beispiele. Aber Sie erkennen hoffentlich die Richtung, in die das Ganze laufen sollte.

Auf der anderen Seite meiden Sie im Lebenslauf Interessen, die speziell in Ihrem angestrebten Fachbereich einen negativen Beiklang haben. Freilich hat man es oft mit Klischees zu tun, aber das spielt keine Rolle. Generell erfordert dies, dass Sie sich bei jeder Bewerbung neuerliche Gedanken um Ihre richtige Aufstellung machen.

Interessen im Lebenslauf: Rubrikbezeichnung

Interessen im Lebenslauf HobbysIhre Interessen kommen im Lebenslauf in einen eigenen Abschnitt. Wie Sie diesen nennen, bleibt im Prinzip Ihnen überlassen. Richtig oder falsch gibt es nicht, nur verschiedene Alternativen. Möglich sind zum Beispiel:

  • Interessen
  • Hobbys
  • Interessen und Hobbys
  • Meine Interessen
  • Engagement
  • In meiner Freizeit
  • Freizeitinteressen
  • Freizeitaktivitäten
  • Was mich interessiert

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[Bildnachweis: Roman Motizov by Shutterstock.com]

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