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Jobprofil: Bestattungsfachkräfte (m/w)

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Steckbrief: Bestattungsfachkraft (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
3.5000+ €

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Das Berufsprofil: Bestattungsfachkraft

Pro Jahr sterben in Deutschland rund 800.000 Menschen. Bestattungsfachkräfte kümmern sich um die Verstorbenen. Hat der Arzt den Tod bescheinigt, holen sie den Leichnam ab und bereiten alles für seine Beerdingung vor. Tatsächlich ist das Jobprofil recht vielseitig. Im Umgang mit Trauernden müssen die Fachkräfte sehr sensibel sein. Sie brauchen aber auch einen klaren Kopf. Denn innerhalb weniger Tage gibt es viel zu regeln, nachdem ein Mensch gestorben ist. An manchen Tagen kommt es sogar mehrmals vor, dass Bestattungsfachkräfte zu einem Verstorbenen gerufen werden. Dennoch gilt es Ruhe zu bewahren und auszustrahlen.

Nach der Überführung eines Toten in das Bestattungsinstitut wird dessen Leichnam gereinigt, frisiert und angezogen. Eine Bestattungsfachkraft sollte Respekt, aber keine Angst oder gar Ekel vor toten Menschen haben. Das ist wichtig. Denn in bestimmten Situationen riechen Tote nicht immer angenehm. Manche sind auch nach Unfällen entstellt.

Eine Seite des Berufs, die nicht immer leicht zu verdauen ist. In diesen Situationen müssen Bestattungsfachkräfte dennoch äußerste Professionalität an den Tag legen und den Verstorbenen möglichst schön herrichten. Es geht schließlich um den letzten Abschied von einem Toten. Seine Angehörigen sollen ihm angemessen Lebewohl sagen können und ein schönes ruhiges Bild von ihm in Erinnerung behalten.

Der enge Kontakt mit den Angehörigen ist ein fester Bestandteil des Berufs. In ihrer Trauer sind Menschen oft hilflos. Daher brauchen Bestatter Geduld. Sie erfragen in Beratungsgesprächen die Wünsche rund um die Beerdingung und müssen dabei gleichzeitig Normen, Regeln und Bräuche beachten. Sie beraten auch bei der Sarg- oder Urnenauswahl und organisieren einen Trauerredner.

Auch die Musik oder die Blumendekoration für den Sarg kommen zur Sprache. Bestattungsfachkräfte brauchen nicht nur viel Fingerspitzengefühl. Außerdem müssen sie lernen, mit vielen traurigen Schicksalen umzugehen. Es gibt Sterbefälle, die einem Bestatter näher gehen können als andere. Zum Beispiel, wenn es sich bei einem Verstorbenen um ein Kind oder einen sehr jungen Menschen handelt.

Daher ist die Work Life Balance nicht immer ausgewogen. Manche Erlebnisse nehmen Bestatter mit nach Hause. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind gut.

Wie wird man Bestattungsfachkraft?

Wer den Beruf des Bestatters erlernen möchte, bewirbt sich für eine klassische duale Ausbildung. Die Lehre dauert drei Jahre. Formale Zugangsbedingungen gibt es keine, wobei Betriebe aber oft Bewerber mit Mittlerer Reife oder Abitur bevorzugen.

Zu den Ausbildungsinhalten zählen:

  • Organisation von Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen
  • Riten und Gebräuche
  • Rechtsvorschriften, Normen
  • Geschäftsprozesse dokumentieren
  • Waren, Materialien und Dienstleistungen bereithalten
  • Friedhöfe verwalten
  • Bestattungsverträge abschließen und abrechnen
  • Das Bestattungsunternehmen marktorientiert präsentieren
  • Psychologische Betreuung Hinterbliebener
  • Verstorbene versorgen und transportieren

Die Ausbildung endet nach dem dritten Ausbildungsjahr mit einer Abschlussprüfung.

Arbeitgeber: Wer sucht Bestattungsfachkräfte

Potenzielle Arbeitgeber für Bestatter sind:

  • Bestattungsinstitute
  • Friedhöfe
  • Krematorien
  • Friedhofsverwaltungen

Stellenangebote für Bestattungsfachkräfte

Gehalt: Was verdient man als Bestattungsfachkraft?

Wie hoch das Einkommen eines Bestatters ist, hängt von der Region, der Berufserfahrung und der Größe des Arbeitgebers ab.

In der Lehre können angehende Bestatter mit diesem Gehalt rechnen:

  1. Ausbildungsjahr bis zu 920 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr bis zu 970 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr bis zu 1.020 Euro brutto

Nach absolvierter Ausbildung verdoppelt sich das Einkommen fast. So können ausgelernte Bestatter mit einem Einstiegsgehalt von rund 2.000 Euro brutto rechnen. Nach einigen Jahren fließen bis zu 2.800 Euro aufs Konto. Wer sich für eine Weiterbildung zum Bestattermeister entscheidet, kann sogar 3.200 bis 3.500 Euro verdienen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Bestattungsfachkräfte

Während in vielen Bereichen Roboter bald immer mehr Aufgaben übernehmen, müssen sich Bestatter wenig Sorgen machen, ob der eigene Beruf der Digitalisierung zum Opfer fallen könnte. Das Jobprofil lässt sich in vielen Bereichen nicht automatisieren.

Nach Einschätzung von Experten lassen sich nur 30 Prozent der üblichen Bestatter-Tätigkeiten von Robotern erledigen. Administrative Aufgaben wie Särge und Equipment zu bestellen oder die Buchhaltung lassen sich automatisieren. Aber ein Roboter kann keine Trauernden beraten und betreuen, Trauergespräche durchführen oder Trauerfeiern organisieren. Daher gilt das Jobprofil als ein Beruf mit Zukunft.

Bewerbung: Womit punkten Bestattungsfachkräfte

Bestatter sollten in ihren Bewerbungsunterlagen folgendes erwähnen:

  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Führerschein der Klasse B/BE/3
  • Empathische Ausstrahlung 
  • Kommunikationsstärke
  • Strukturiertes Arbeiten
  • Respektvoller Umgang mit Kunden
  • Bescheidenheit
  • Verantwortung
  • Teamwork

Karriere: Die Entwicklungschancen als Bestattungsfachkraft

Wer die dreijährige Lehre absolviert hat, kann Weiterbildungen abschließen und verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. Infrage kommen zum Beispiel diese:

  • Bestattermeister: Die Ausbildung dauert bis zu zwei Jahren und befähigt zu Tätigkeiten im Bereich der Personalführung und Lehrlingsausbildung.
  • Bestattungsfachwirt: Hierbei handelt es sich um eine eineinhalbjährige Weiterbildung, die zwei Jahre Berufserfahrung voraussetzt. Danach kann man sich auf einen Bereich spezialisieren.

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