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Jobprofil: Fahrzeuginnenausstatter (m/w)

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Steckbrief: Fahrzeuginnenausstatter (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.800 €
Spitzengehalt:
2.800+ €

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Das Berufsprofil: Fahrzeuginnenausstatter

Fahrzeuginnenausstatter sorgen dafür, dass Fahrer eines Autos mit Freude in ihr Kraftfahrzeug einsteigen. Die gelernten Fachkräfte gestalten nämlich die Innenräume verschiedenster Fahrzeuge nach allen Regeln der Kunst. Die Bandbreite reicht vom Auto über Lkw, Busse, Eisen- und Straßenbahnwaggons sowie Flugzeuge und Schiffe.

Fahrzeuginnenausstatter sind Allround-Experten für die verschiedensten Materialien und verfügen über das nötige Wissen für das Konfektionieren von Polstern und Dämmstoffen und das Gestalten von Oberflächen in verschiedenen Cockpits.

Aus Leder, Kunststoffen und Textilien fertigen sie mit viel Liebe zum Detail Fahrzeugsitze, Seitenteile, Bodenbeläge, Verkleidungen und vieles mehr. Teil der Ausbildung ist auch das vollständige Anfertigen und Entwerfen eigener Sitzmodelle. Die Aufgabenbandbreite im Arbeitsalltag umfasst:

  • Zuschneiden von Stoffen, Kunststoffen, Leder und Polstermaterialien
  • Vernähen oder Verkleben der Materialien
  • Beziehen von Armstützen und Sitzpolstern
  • Verkleben des Fahrzeughimmels und von Fahrzeugteppichen
  • Montage fertiger Fahrzeugsitze
  • Entwurf und Montage von Cabriolet-Verdecken
  • Installation elektrischer und hydraulischer Leitungen

Die selbstständige Bearbeitung der verschiedensten Materialien gehört also ebenso zum täglichen Handwerkszeug wie der fachgerechte Umgang mit den unterschiedlichsten Spezialwerkzeugen. In der Regel arbeiten Fahrzeuginnenausstatter im Auftrag von Autohäusern oder Herstellern anderer Flug- und Fahrzeuge im Rahmen der Massenfertigung nach klaren Designvorgaben.

In kleineren Reparaturbetrieben oder Autowerkstätten kommen sie aber auch in den Genuss, eigene Anfertigungen auf Kundenwunsch zu kreieren. Dafür ist ein gewisses Beratungsgeschick vonnöten. In einem Vorgespräch besprechen sie mit dem Kunden dessen Wünsche und suchen gemeinsam Materialien aus.

Dann geht’s ans Werk: Sie formen Polster mit Sägen und Raspeln und passen sie körpergerecht an. Danach beziehen sie sie mit einem handgefertigten Bezug und versehen ihn mit Nähten und Ziernähten. Schließlich montieren sie die fertigen Sitze und verkleiden das Copckpit mit den gleichen Materialien. Egal ob Fugzeug oder Fahrzeug: So wirkt alles wie aus einem Guss. Die Work Life Balance von Fahrzeuginnenausstattern ist meist bestimmt durch recht definierte Arbeitszeiten. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind ausgewogen.

Wie wird man Fahrzeuginnenausstatter?

Der Weg in Beruf des Fahrzeuginnenausstatters führt über eine duale Ausbildung. Das heißt, sie wird abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule abgewickelt. Die Lehre dauert mit einer Ausbildungszeit von drei Jahren durchschnittlich lange.

Formale Zugangsbedingungen müssen Jobanwärter, die sich für das Jobprofil des Fahrzeuginnenausstatters interessieren, keine erfüllen. Aber es ist kein Geheimnis, dass sich Arbeitgeber eher für Anwärter interessieren, die mindestens mit Mittlerer Reife aufwarten können oder das Abitur in der Tasche haben.

Während der Lehre zum Fahrzeuginnenausstatters stehen die folgenden Schwerpunkte auf dem Stundenplan:

  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen
  • Auswählen, Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen
  • Bedienen und Einrichten von Maschinen und Anlagen
  • Montage von Bauteilen und Baugruppen
  • Verlegen elektrischer und pneumatischer Leitungen
  • Konfektionieren von Polster- und Dämmstoffen
  • Bezug von Fahrzeugteilen
  • Fertigen von Handnähten
  • Verbinden von Nähteilen mit Maschinennähten
  • Verbinden von Werkstoffen mit materialspezifischen Fügetechniken
  • Konstruieren von Schablonen für den Zuschnitt von Textilien, Ledern oder Stoffen
  • Auswählen, Einsetzen und Beurteilen von Textilien, Ledern oder Stoffen für die Fahrzeuginnenausstattung
  • Grundlagen der rechnergestützten Produktion
  • Reparatur defekter Fahrzeugausstattungsteile

Die Lehre zum Fahrzeuginnenausstatter beinhaltet zwei Prüfungen. Die Zwischenprüfung erfolgt nach zwei Jahren. Die Abschlussprüfung steht am Ende des dritten Lehrjahres an.

Arbeitgeber: Wer sucht Fahrzeuginnenausstatter

Fahrzeuginnenausstatter finden bei den folgenden Arbeitgebern eine Anstellung: 

  • Fahrzeugindustrie
  • Flugzeugbau
  • Eisenbahnbau
  • Schiffbau
  • Fahrzeugpolstereien
  • Autosattlereien

Stellenangebote für Fahrzeuginnenausstatter

Gehalt: Was verdient man als Fahrzeuginnenausstatter?

Bei Fahrzeuginnenausstattern hängt die Höhe des Gehalts von Faktoren wie Region, Berufserfahrung und der Größe des Arbeitgebers ab. Während der Ausbildung fließt angehenden Fahrzeuginnenausstattern im Schnitt dieses Einkommen aufs Konto:

  1. Ausbildungsjahr bis zu 905 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr bis zu 955 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr bis zu 1.025 Euro brutto

Danach können Fahrzeuginnenausstatter mit einem Einstiegsgehalt von rund 1.800 Euro brutto rechnen. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das monatliche Einkommen auf maximal 2.800 Euro brutto im Monat. Wer mehr verdienen will, kann sich durch Weiterbildungen auf ein Fachgebiet spezialisieren und erhält mehr Geld.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Fahrzeuginnenausstatter

Fahrzeuginnenausstatter sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Insbesondere in Deutschland genießt die Autoindustrie einen hohen Stellenwert und ist mit ihren Umsätzen so etwas wie der Wirtschaftsmotor Deutschlands.

Aktuell beschäftigen Autokonzerne mehr als 800.000 Menschen in den verschiedensten Fachrichtungen. Tendenz steigend. Angehende Fahrzeuginnenausstatter haben damit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, einen Job zu finden, der zu ihren Wünschen und Vorstellungen passt.

Bewerbung: Womit punkten Fahrzeuginnenausstatter

Diese Talente sollten angehende Fahrzeuginnenausstatter in ihrem Lebenslauf und Anschreiben vermerken, um mit ihrer Bewerbung bei potenziellen Arbeitgebern zu punkten:

  • Freude am handwerklichen Arbeiten
  • Gefühl für Farben und Formen
  • Kreativität
  • Lust auf selbstständiges Arbeiten
  • Interesse an Rechnen, Geometrie und Zeichnen
  • Qualifizierender Abschluss der Mittelschule/Hauptschule oder Mittlere Reife

Karriere: Die Entwicklungschancen als Fahrzeuginnenausstatter

Wer seine Ausbildung nach drei Jahren abgeschlossen hat, sollte ein wenig Berufserfahrung sammeln und kann dann die nächsten Karriereschritte in Angriff nehmen. Für Fahrzeuginnenausstatter gibt es verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Werdegang zu pushen.

Zum Beispiel mit einer Ausbildung zum Industriemeister für Fahrzeuginnenausstattung. Dieser Abschluss berechtigt, Personalverantwortung zu übernehmen und Lehrlinge auszubilden.

Weitere interessante Weiterbildungen:

  • Techniker für Fahrzeuginnenausstattung: Mit dieser Qualifikation spezialisieren Fahrzeuginnenausstatter sich auf den technischen Bereich ihres Berufs und können eine Expertenlaufbahn in Angriff nehmen.
  • Studium Kraftfahrzeugdesign oder Fahrzeugbau: Wer über das Abitur verfügt, kann sich überlegen, noch einmal die Unibank zu drücken. Zum Beispiel im Bereich Kraftfahrzeugdesign oder Fahrzeugbau. Diese Fächer ebnen den Weg zu einer Führungs- oder Fachlaufbahn.

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