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Jobprofil: Neurologen (m/w)

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Steckbrief: Neurologe (m/w)

Ausbildung:
Studium, Promotion, Facharztausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
3.500 - 4.000 €
Spitzengehalt:
22.000 €

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Das Berufsprofil: Neurologe

Neurologen sind Ärzte, die den Nerven "auf den Zahn fühlen". Die Fachärzte haben sich auf die Behandlung aller Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert. Ein Neurologe behandelt Krankheiten des Gehirns, Rückenmarks und des zentralen und peripheren Nervensystems. Dazu gehören Diagnose und Therapie von Erkrankungen wie:

  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Gehirntumor
  • Wasserkopf (Hydrozephalus)
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Migräne
  • Hirnblutungen
  • Gehirnentzündung (Meningitis)

Viele Neurologen sind selbstständig tätig, andere arbeiten in einem Krankenhaus. Doch der Weg zum Beruf ist lang: Die Ausbildung zum Facharzt für Neurologie nach dem erfolgreich abgeschlossenen Medizinstudium dauert fünf Jahre.

Die Berufsaussichten in dem Jobprofil sind dafür gut bis sehr gut. Infolge der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft und der immer besseren medizinischen Versorgung ist bereits jetzt absehbar, dass in zehn, zwanzig Jahren immer mehr ältere und pflegebedürftige Menschen versorgt werden müssen und die Erkrankungen des Nervensystems zunehmen. Hier werden die Experten verstärkt gefragt sein.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hängt wie so oft vom individuellen Werdegang ab. Fachärzte, die sich niederlassen, also ihre eigene Praxis eröffnen, haben meist sehr gut strukturierte Arbeitszeiten, da sie sich auf die Behandlung langfristiger Erkrankungen spezialisiert haben und in der Tendenz seltener Akutfälle behandeln als etwa der Allgemeinmediziner. Sprich: Der Tagesablauf ist gut planbar. Im Krankenhaus dominieren Schicht- und Notfalldienste das berufliche Pensum. Hier ist eine Planbarkeit nicht unbedingt gegeben.

Wie wird man Neurologe?

Wie beschrieben müssen angehende Neurologen wie jeder andere Arzt vor der Ausbildung zum Facharzt für Neurologie das Studium der Medizin absolvieren, das zwölf Semester umfasst und mit dem Staatsexamen abschließt.

Gute Studienmöglichkeiten bieten zum Beispiel folgende Universitäten:

In Vorlesungen, Seminaren und Kursen bekommen angehende Neurologen die Grundlagen vermittelt, die sie zur Ausübung ihres späteren Berufs befähigen. Dazu gehören Kenntnisse in folgenden Disziplinen:

  • Chemie
  • Biologie
  • Physik
  • Biochemie
  • Physiologie

Fester Bestandteil des Medizinstudiums sind Praktika, um die gelernte Theorie in der Praxis anzuwenden und zu vertiefen. Nach dem vierten Semester endet der vorklinische Teil des Medizinstudiums. Er schließt mit der ersten ärztlichen Prüfung ab.

Daran schließt der klinische Teil Studiums an. Im Fokus stehen in dieser Zeit die Diagnose und das Behandeln von Krankheiten. Der Lehrplan umfasst folgende Disziplinen:

  • Allgemeinmedizin
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Humangenetik
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pathologie

In den Semestern elf und zwölf folgt das Praktische Jahr, das im Krankenhaus in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und in einem selbst gewählten Gebiet absolviert wird. Danach endet das Medizinstudium mit dem zweiten Teil der ärztlichen Prüfung, dem Staatsexamen.

Hieran schließt sich das Facharztstudium an. Neben der Neurologie kann sich ein Arzt zum Beispiel auf folgende Bereiche spezialisieren:

  • Allgemeinmedizin
  • Psychiatrie
  • Kinderheilkunde
  • Gynäkologie
  • Urologie

Das Studium zum Facharzt für Neurologie nimmt weitere fünf Jahre in Anspruch. Die Weiterbildung absolvieren Jobanwärter auf einer neurologischen und einer psychiatrischen Station und auf der Intensivstation im Krankenhaus und auch bei einem niedergelassenen Neurologen. In dieser Zeit erwerben Neurologen ein sehr umfangreiches Spezialwissen. Die folgenden Punkte sind nur ein Auszug der Themen, die im Ausbildungsplan fest verankert sind:

  • Vorbeugung, Erkennung, Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation neurologischer Krankheitsbilder
  • Neurologisch-psychiatrische Anamneseerhebung einschließlich biographischer und psychosozialer Zusammenhänge, psychogener Symptome sowie somatopsychischer Reaktionen
  • Indikationsstellung und Überwachung neurologischer, neurorehabilitativer und physikalischer Behandlungsverfahren
  • Indikationsstellung und Auswertung neuroradiologischer Verfahren
  • interdisziplinäre diagnostische und therapeutische Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen der Gesundheitsversorgung wie der Krankengymnastik, Logopädie, Neuropsychologie und Ergotherapie
  • Arzneimitteltherapie
  • Tumortherapie
  • Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • Grundlagen von Schlaf- und Vigilanzstörungen
  • Grundlagen der Verhaltensneurologie und der Neuropsychologie
  • Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder
  • Hirntoddiagnostik
  • Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse
  • Intensivmedizinische Basisversorgung
  • Behandlung von Suchterkrankungen

Das Facharztstudium endet mit der Facharztprüfung.

Arbeitgeber: Wer sucht Neurologen

Neurologen haben verschiedene Möglichkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden:

  • Eröffnung einer eigenen Praxis
  • Krankenhaus
  • Rehabilitationskliniken

Stellenangebote für Neurologen

Gehalt: Was verdient man als Neurologe?

Das Gehalt für Ärzte ist tariflich geregelt. Das Einstiegsgehalt als Facharzt für Neurologie liegt während des Facharztstudiums je nach Bundesland zwischen 3500 und 4000 Euro brutto monatlich. Im letzten Jahr der Facharztausbildung fließen monatlich im Schnitt etwa 5000 Euro brutto aufs Konto.

Danach geht das Einkommen weiter bergauf: Oberärzte erhalten ein durchschnittliches monatliches Gehalt von etwa 11.000 Euro brutto, Chefärzte der Neurologie verdienen bis zu 22.000 Euro brutto monatlich.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Neurologen

Der Gesundheitssektor ist in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Wachstumsmarkt mit vielfältigen Beschäftigungspotentialen. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Tatsache, dass Menschen heute immer älter werden, wird der prognostizierte Bedarf an Fachärzten in allen Bereichen steigen.

Bewerbung: Womit punkten Neurologen

Die Hauptvoraussetzungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg als Facharzt für Neurologie sind neben einem abgeschlossenen Medizinstudium, der Facharztausbildung und der Approbation Kompetenzen wie:

  • Geduld
  • Resilienz
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Selbstständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Frei von Berührungsängsten zu sein
  • Einfühlungsvermögen im Umgang mit Patienten

Die fachlichen und die sozialen Skills sollten im Lebenslauf und in den weiteren Bewerbungsunterlagen entsprechend herausgearbeitet werden.

Karriere: Die Entwicklungschancen als Neurologe

Neurologen können sich im Rahmen von Weiterbildungen auf verschiedene Gebiete spezialisieren:

  • Balneologische und Medizinische Klimatologie
  • Betriebsmedizin
  • Chirotherapie
  • Flugmedizin
  • Medizinische Genetik
  • Notfallmedizin
  • Physikalische Therapie

Denkbar ist auch, einen zweiten Facharzttitel in einem der Neurologie verwandten Gebiet wie der Psychiatrie zu erwerben. Diese Kombination wählen viele Neurologen, weil sie ihre Patienten damit umfassender behandeln können. Des weiteren ebnen solche Fortbildungen den Weg für eine fundierte Spezialistenlaufbahn.

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